Henrik Ibsen

GESPENSTER

Drama in drei Akten


Helene Alving, Witwe des Hauptmanns und Kammerherrn Alving - CHRISTA KERN
Osvald Alving, ihr Sohn, Künstler - RAFAEL WITAK
Manders, Pastor und Berater von Frau Alving - MANUEL GIRISCH
Engstrand, Tischler und Regines Stiefvater - ERWIN LEDER
Regine Engstrand, Bedienstete im Hause Alving und Osvalds Halbschwester - RENATE WOLTRON
Zwischentexte - RENATE GIPPELHAUSER

 

Leseaufführung des ERSTEN WOENER LESETHEATERS in einer Bearbeitung von Christa Kern 

 

Mittwoch, 7. SEPTEMBER 2022, 19:00 Uhr

WEINHAUS SITTL
Lerchenfelder Gürtel 51, 1160 Wien
Linie 2 oder U6 Josefstädter Straße

 


Henrik Ibsens Stück GESPENSTER heisst im Original GENGANGERE, „Wiedergänger“. Gemeint sind Ansichten, Wertanschauungen, Denk- und Verhaltensmuster aus einer überwunden geglaubten Vergangenheit, die aber in der Gegenwart weiter wirken. Jene Gespenster widersetzen sich einer Erneuerung, indem sie verhindern, dass Menschen altem Schmerz entkommen und voller Hoffnung und Tatkraft neuen Perspektiven entgegengehen können. So ergeht es in Ibsens Familiendrama der unglücklichen Helene Alving, die sich verzweifelt nach einem Neuanfang sehnt und doch ohnmächtig mit ansehen muss, wie die schrecklichen Konsequenzen vergangenen Tuns und Lassens auch Jahre später noch weiter wirken.

Ursprünglich war GESPENSTER eines der skandalträchtigsten Stücke des 19. Jahrhunderts. Ibsen stellte darin eine bigotte Gesellschaft dar, deren Handlungen mit ihrer Moral in geflissentlich verdecktem Widerspruch standen. Was der Autor unter dem Teppich hervorkehrte, wollten seine Zeitgenossen nicht wahrhaben: Ehebruch, Alkoholismus, Geschlechtskrankheiten und Inzest. Diese damals skandalträchtigen Ingredienzen mögen heute an gesellschaftlicher Provokationskraft verloren haben. Doch das Motiv, dass Ideologien, Wertvorstellungen, Denk- und Verhaltensmuster aus der Vergangenheit, wie Erwin Ringel so trefflich zu sagen pflegte, "am Menschen von Kindheit an ein Leben lang von Kopf bis Fuß hinunter rinnen und bis in seine Zukunft an ihm kleben bleiben", ist jener Nährboden des Stücks, der das Bewusstsein dafür fördert, dass auch heute jede_r von uns einiges an sich zu kauen hat.

 


FREIER EINTRITT BEI ALLEN LESEAUFFÜHRUNGEN
ist ein Grundprinzip des ERSTEN WIENER LESETHEATERS.
Wir freuen uns über Ihre / Deine SPENDE.

 

Kleine Wichtigmacherei:
„Ein Auge haben wir schon
auf die Inflation,
alles ist viel zu teuer.
Doch es war bei uns
noch nie der Eintritt freier.“
https://www.hwkaefer.jimdo.com - der mit dem täglichen Kyoka

 


Aktuelle COVID-19 - Bestimmungen für Kulturveranstaltungen:
https://igkulturwien.net/covid19/covid19-bedingungen-fuer-veranstaltungen#c1208

 


Fotos: HL Böhme, Staatsschauspiel Dresden 2010,
auf den Bildern: Ahmad Mesgarha, Sascha Göpel, Olivia Grigolli, Mila Dargies
https://www.staatsschauspiel-dresden.de/spielplan/archive/g/gespenster/ 

 

 

 


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50 JAHRE NESTROY-SPIELE SCHWECHAT im SCHLOSS ROTHMÜHLE

- DAS JUBILÄUM

 


Johann Nepomuk Nestroy:

N U R   R U H E !

 

 

 

 

Samstag, 2. Juli - Freitag, 5. August 2022


Di, Mi, Fr, Sa; 20:30 Uhr


SCHLOSSHOF ROTHMÜHLE
Rothmühlstraße 5
2320 Schwechat / Rannersdorf

 


Ohne sein großes Zutun - dank einiger engagierter, kompetenter Mitarbeiter - hat der Betrieb des Besitzers einer Lederfabrik alle Krisen bislang einigermaßen gut überstanden. Nun will er die Firma anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens und seines eigenen 55. Geburtstags seinem Neffen übergeben, um endlich in den heiß ersehnten Ruhestand treten zu können.

Doch sein Vorhaben scheitert kläglich. Denn ausgerechnet jetzt an seinem Geburtstag hindern ihn penetrante, aggressive und zugleich skrupellose Vertreter aus allen sozialen Schichten der gereizten, völlig aus dem Lot geratenden vormärzlichen Gesellschaft an der Verwirklichung seiner Pläne.

Skurril, grotesk und komisch schildert Nestroy die aufgeheizte Stimmung seiner Zeit und löst dabei jede Menge Assoziationen zu heute aus. Mit dieser scharfsichtig-zynische Abrechnung mit dem satten und bequemen Bürgertum des Metternich´schen Wiens im Vormärz hatte Nestroy alle gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen angeprangert und trotz sich ändernder Zeiten als unwandelbare Charaktere gezeigt. Die meisten Zuschauer damals fühlten sich getroffen und protestierten lautstark bei der Premiere gegen dieses „unwienerische“ Stück.

 

 

Anton Schafgeist, Lederfabrikant - Rainer Doppler
Heinrich Splittinger, sein Neffe - Eric Lingens
Frau Schiegl, Schafgeists Haushälterin - Maria Sedlaczek
Syndicus Werthner - Franz Steiner
Franz Walkauer, Werkführer bei Schafgeist - Marc Illich
Sanfthuber, Altgeselle bei Schafgeist - Robert Herret
Rochus Dickfell, Geselle bei Schafgeist - Christian Graf
Leocadia, seine Ziehtochter - Michelle Haydn
Herr von Hornissl, Spekulant - Michael Scheidl
Barbara, seine Frau - Ines Cihal
Peppi, beider Tochter - Sophie Hörlezeder
Hans Laffberger, Neffe des Herrn von Hornissl - Florian Haslinger
Frau von Groning, Forstmeisterswitwe - Bella Rössler
Klecks, Amtschreiber - Erwin Leder
Patzmann, Dorfchirurg - Gabriele Herbsthofer
Schopf, Wachter - Andreas Herbsthofer
Arbeiter_innen/Wächter - Sabine Axmann, Sylvia Eckstein, Andreas Herbsthofer, Gabi Herbsthofer, Peter Koliander, Viktoria Kollarczik, Sascha Nikodym, Melina Rössler, Anna Slavicek, Sissy Stacher, San Trohar, Angela Vogelsang

Musik: Otmar Binder
Ausstattung/Bühne/Kostüm: Andrea Költringer
Bühenbau: Maria Chternberg
Maskenbild: Andrea Zeilinger, Birgit Weichselbaumer
Lichtdesign: Harald Töscher, Alexander Wanko
Video: Bernadette Dewald
PR: Barbara Frank-Vanura
Kassa/Büro: Patricia Weiss, Dimitrije Danilović
Homepage: Wolfgang Palka
Organisation und Mitarbeit: Christine Bauer
Regieassistenz: Ana Slavicek
Regie: Peter Gruber


https://www.nestroy.at/neu/2022/01/23/nestroy-spiele-2022-nur-ruhe/ 


KARTEN:

Online-Kartenreservierung/ Vorverkauf bei 
 Theaterfest-Ticket-Line +43 1 96096/111 

Kartenvorverkauf und telefonische Kartenreservierung auch im Nestroy-Büro in der Rothmühle (2320 Schwechat/Rannersdorf, Rothmühlstraße 5),
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag 15–18 Uhr, 0650 472 32 12 – This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. 

Ermäßigungskarten für Schüler/innen, Student/innen, Senior/innen, Arbeitslose, Wehrdiener, Kulturticket NÖ, Ö1-Club, Kurier-Club,
Kolleg*innenkarten für Schauspieler*innen, Bühnenangehörige, Mitglieder der IG Freie Theater und des Ersten Wiener Lesetheaters

Abendkassa in der Rothmühle an Vorstellungstagen ab 19 Uhr

Achtung: Freilichtaufführung! Es gibt kein Ausweichquartier. Entschieden, ob gespielt werden kann oder nicht, wird an Spieltagen zwischen 17 und 18 Uhr.

Warnung: Kaufen Sie bitte Karten online für die Nestroy-Spiele ausschließlich über oeticket.com bzw. mailen Sie Ihre Wünsche direkt an unser This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. (telefonisch unter +43 650 472 32 12) - und vermeiden Sie Bestellungen bei unseriösen Ticket-Büros (wie ticketdirect oder viagogo), die bei uns Karten kaufen und verteuert weiterverkaufen.


ÖFFENTLICHE VEKEHRSMITTEL von Wien zur Rothmühle


Di, Mi, Fr, Sa: → S7 Wien Mitte: 19:19 Uhr bis Schwechat 19:34 Uhr → Bus ÖBB 217: 19:40 Uhr bis Rannersdorf/Wirtingerstraße 19:48 Uhr

Di, Mi, Fr: → U3 Simmering → Bus ÖBB 217: 19:47 Uhr bis Rannersdorf/Wirtingerstraße 20:03 Uhr

NACH DER VORSTELLUNG

Schnellbahn Schwechat, 23:26 Uhr, 0:26 Uhr bis Wien Mitte
NESTROY-SAMMEL-TAXI GRATIS 
zur Straßenbahn 71 mit Anschluß U3. 
Anmeldung an der Abendkassa.

 

 

 

 

Internationales Nestroy-Zentrum Schwechat
Ehrenbrunngasse 24, A 2320 Schwechat
Telefon +43 699 116 06345
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. 
Künstlerische Leitung: Peter Gruber
Organisation: Christine Bauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

🎼 ... fürs auferstehen ist's NIE ZU SPÄT:

 

 

 

 

WIEDERAUFNAHME:

 

 

Wiener Blue(s) Band

 

präsentiert

 

Die Erste Wiener Sandler-Operette

 

 

B A R O N   K A R L

 


Erwin Leder : Baron Karl / Konrad Lorenz
Eik Breit : Maschanzker-Pepi / Pompfinewara / Petrus / Hubalik
Doris P. Kofler : Eier-Wally / Ministrant / Teufel / Ruth Klobocek
Heinz Jiras : Kellergassen-Heinzi / Ministrant / Engel
Nino Holm : Polar-Torschten / Pompfinewara / Engel
Florian Widhalm : Kernöl-Kurtl / Pompfinewara / Sensenmann
Peter Steinbach : Inspektor Wudracil
Klaus Kofler : Off-Stimme Herrgott
Peter Rapp : Off-Stimme Conferencier


Idee: Peter Steinbach
Musik: Nino Holm, Klaus Kofler („Inspektor in Favoriten“)
Libretto: Nino Holm
Bühnenbild & Requisite: Nino Holm
Kostümbild: Doris P. Kofler; Babsi Langbein 
Choreografie: Bernd Moser
Organisation: Peter Steinbach, Eik Breit
Regieassistenz: Helene Hütter
Bearbeitung, Dramaturgie, Regie: Robert Persché

 

 

24. Mai – 04. Juni 2022, 19:30
tägl. außer So., Mo. & 26. Mai

 

 

THEATER - CENTER - FORUM

Forum I

A-1090 Wien, Porzellangasse 50
+43 (1) 310 46 46
This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.


TAGESKASSA
Dienstag bis Samstag:
16:00 bis 18:30 Uhr

ABENDKASSA
Dienstag bis Samstag:
Saal Forum I 19:00 bis 19:30 Uhr

https://www.theatercenterforum.com/baron-karl/ 
https://www.theatercenterforum.com/vorverkauf/ 

 

 

Karl Baron vulgo „Baron Karl", es hat ihn wirklich gegeben. "Der liebe Augustin von Favoriten", so nannte er sich selbst, lebte von 1882 bis 1948 als Bezirkslegende in Wien Favoriten - Geburts- und Todesjahr gleichen übrigens dem Karl Valentins. Er war Möbeltischler, wurde jedoch nach dem 1. WK nach einem Unfall und unschöner Trennung von seiner großen Liebe aus Berufung und innerster Überzeugung "echter Sandler". Wiener Blue(s) stellt sich die Frage, was die Faszination dieses Unikats wohl ausgemacht haben mag, denn es kamen nicht nur über 10.000 Wiener zu seinem Begräbnis: 1995 wurde eine Gasse nach ihm benannt, und die Stadt Wien widmete ihm auf dem Matzleinsdorfer Friedhof in Wien-Favoriten ein Ehrengrab.

http://de.wikipedia.org/wiki/Baron_Karl 

 

Bis heute ist „der Baron-Koarl“, wie er im Volksmund genannt wird, für Favoriten ein liebenswertes Unikat geblieben, sodass „Wiener Blue(s)“ nach gründlicher Recherche diesem denkwürdigen Favoritner ein eigenes blues-rockiges Singspiel widmet, welches am 3. September 2021 im Wiener Metropol uraufgeführt wurde.

 

Einerseits möchten wir in diesem unterhaltsamen Singspiel von Nino Holm in der Regie von Robert Persché mit Witz und Satire an die anekdotenreiche Geschichte dieses bewegenden Menschen erinnern. Ausserdem spricht der Autor die Hauptfigur seinerzeit betreffende Aspekte wie Menschenwürde, Achtsamkeit und Mitgefühl an, welche in der Nachkriegszeit bekanntlich Grundlagen der Menschenrechte und auch jene unseres Sozialstaates bildeten. Eigenschaften wie Entschlossenheit, Widerstandsfähigkeit, soziales Engagement und ein großes Herz machten ihn zu jenem „g´raden Michl", zu dem er für die Menschen seiner Zeit und seines Umfeldes geworden war und bis heute geblieben ist. Mit klassischen Aussagen etwa wie „i bin a oama Reicher, oba des verstehts ihr net“ veranlasste er so manche/n, ihren/seinen eigenen Lebensstil zu überdenken und bleibt damit bis heute humanitärer Provokateur jenseits der Zeiten.

 

Vorschau:
https://kurier.at/chronik/wien/eine-operette-fuer-wiens-beruehmtesten-sandler/401470051 

 

TV-Beiträge erscheinen am 23. Mai 2022 im "Studio 2" und am 25. Mai 2022 in "Guten Morgen Österreich" auf ORF II

 

 

Kritik:

DANIEL LANDAU mit
#LandausSchnellkritik nach der Wiederaufnahme-Premiere am 24.05.2022

sein Videobeitrag auf fb:
https://www.facebook.com/100000719757716/videos/pcb.5499634436737160/3178912905769148 

sein schriftliche Beitrag:
„… ein Nachtrag von gestern Abend, „Baron Karl“, Musik, Text & Buch Nino Holm, Regie& Buch Robert Persche, Wiederaufnahme im Theater-Center-Forum.

Ein Stück um einen Sandler, ein richtig guter Mensch, am klarsten wohl erkennbar bei seinem Begräbnis 1948 in Wien, zu dem 10.000 Menschen kamen.

Im Stück geht es in lauter kleinen Szenen rund um seinen Tod, eine Art Deal mit Gott, die Rückkehr, weil er noch was zu erledigen hätte.

Im Zentrum viel Musik, von allen sieben Mitwirkenden großartig zum Leben erweckt (jedenfalls sobald die Mikrotechnik funkte).

Bravo an Erwin Leder, Eik Breit, Doris P. Kofler, Heinz Jiras, Nino Holm, Florian Widhalm und Peter Steinbach. Respekt fürs Bühnenbild, die Choreografie und besonders auch für die Regie von Robert Persché. 

Ein Abend voller G’fühl, mit erfreulich wenig Schmalz, dafür mit viel gutem Schmäh, feiner Kollateralnutzen, die Sozialkritik und kleine (tages)politische Anspielungen.  

Ich empfehle diesen Abend gerne."

 

KULTUR UND WEIN
BARON KARL A Sandler-Operetten fürs Weana Gmiat

Ein sowjetischer LKW hat einen Sandler ganz einfach überfahren. Was zählte Ende der 1940er-Jahre im besetzten Wien überhaupt ein Einheimischer, noch dazu einer, der mangels einer Unterkunft seine Tage und Nächte im Freien verbrachte und vom Miststierln lebte? Seine Genussmittel waren arretierte Tschik und die Restl abgestandenen Weins im Tetrapack, einer Novität, die damals in den aufkommenden Supermärkten auch für schmale Börsen ein Trinkgelage ermöglichte. Das Unfallopfer war jedoch niemand Geringerer als Baron Karl, der Star unter den Sandhasen, bei dessen Begräbnis tausende Wiener mit dem 71er zum Zentralfriedhof pilgerten, um diesem Original von der Straße die letzte Ehre zu erweisen. Der pensionierte Polizist und aktive Bluessänger Peter Steinbach gedachte dieser legendären Reinkarnation des Lieben Augustins und animierte Robert Persché und Nino Holm, beide Vollprofis, zu Musik, Text und Buch für ein absolut ungewöhnliches Musical.


„Die Erste Wiener Sandler-Operette“ war geboren. Unter dem Label „Wiener Blues Xtended“ wurde ein stimmgewaltiges Ensemble von Vollblutkomödianten zusammengetrommelt, das nach der Uraufführung im Metropol ins Theater Center Forum übersiedelt wurde, um dort vorläufig bis 9. Oktober 2021 für ein volles Haus zu sorgen. Regisseur Persché schaffte virtuos den Umzug von der kommod großen Bühne im 17. Bezirk auf die doch weitaus nicht so üppigen Platzverhältnisse im Forum I. Dank ein paar Kostümwechsel pendeln die Zuschauer flugs vom Himmel zur Hölle, um dazwischen in Favoriten zu landen. Dort nämlich, im zehnten Hieb, spielt sich der Absturz und Aufstieg von Karl Baron ab.


Die Spannbreite reicht von den Sandlern auf der Parkbank über singende Pompfüneberer, den gestrengen Inspektor mit Herz für diese Leute, einem etwas seltsamen Petrus, dem Lieben Gott mit dem Gesicht von Sigmund Freud, frohlockende Engelchöre, Adolf H. aus der Meldemannstraße und einer Klosterschwester, die sich als frühere Liebe des Baron Karl herausstellt. Als dieser hat Erwin Leder bald nach Beginn das Bankl zu reißen, darf aber, erfüllt von einer nicht näher definierten Mission, noch einmal zurück ins Erdendasein. Worum es sich dabei handelt, bleibt ein Geheimnis, das man sich selber lüften muss. Fad wird einem dabei ganz gewiss nicht. Die dort beschäftigten Herrschaften sind nicht nur multifunktional optimal eingesetzt, das heißt, als Komiker, Instrumentalisten und Sänger, sondern in Habitus und Sprache absolut authentisch. Ein Kurs in Wienerisch, wie man es heutzutage kaum mehr vernimmt, wäre vor Vorstellungsbesuch daher durchaus angebracht.

 

 

 

 

 Die "BARON KARL - Die Erste Wiener Sandleroperette" als Hörspiel

 

 

Erschienen ist auch die Doppel-CD "BARON KARL - Die Erste Wiener Sandleroperette" und beinhaltet das komplette Musical als Hörspiel! Sie ist erhältlich bei den Vorstellungen, und man kann sie auch hier bestellen:     

http://www.wiener-blues.at/kontakt.html 

 

 

 

 

 

  

ERSTES WIENER LESETHEATER - 

BENEFIZ FÜR FLÜCHTENDE MENSCHEN AUS DER UKRAINE

  

 

TANJA MALJARTSCHUK:


BIOGRAFIE EINES ZUFÄLLIGEN WUNDERS

 

mit

Helga Golinger, Elke Hagen, Ottwald John, Christa Kern, Erwin Leder, Axel Schanda und Susanna Schwarz–Aschner


Gestaltung: Erwin Leder

 

 

FREITAG, 8. APRIL 2022, 19:00

KELLERG´WÖLB (ehem. „Beim Heinrich“)
1160 Wien, Thaliastraße 12

 

 

 

 

 

Tetjana „Tanja“ Wolodymyriwna Maljartschuk,
Тетяна Володимирівна Малярчук,
*1983 in Iwano-Frankiwsk, einer Stadt mit etwa 200.000 Ew. im WSW der Ukraine gelegen. Sie ist eine ukrainische Schriftstellerin und Journalistin, studierte Philologie an der Universität der Vorkarpaten in Iwano-Frankiwsk und arbeitete im Anschluss einige Jahre als Kultur- und investigative Journalistin in Kiew. 2011 emigrierte sie nach Wien. Mit ihrer Parabel „Frösche im Meer“ wurde sie 2018 Ingeborg Bachmann-Preisträgerin.

 

Mit BIOGRAFIE EINES ZUFÄLLIGEN WUNDERS gelang Tanja Maljartschuk 2013 ein gefühlvolles Werk von fordernder Offenheit und Ehrlichkeit, spitzem Humor, mutig und aberwitzig: ein Buch, das man nicht vergisst!

Ist LENA verrückt? Ist sie eine Heilige unserer Zeit, die allen hilft, denen Unrecht geschieht?

Die Welt, in der Lena heranwächst, ist geprägt von Willkür und Gewalt, doch das Mädchen setzt sich zur Wehr – mit Witz, Eigensinn und einer gehörigen Portion Mut. Und sie versucht zu helfen: der Erzieherin im Kindergarten, den herrenlosen Hunden, die an chinesische Restaurants verkauft werden sollen, der Diskuswerferin Wassylyna und ihrer Freundin Hund, der beide Beine abgefroren sind. Auf ihrer Suche nach dem „zufälligen Wunder“ – einer fliegenden Frau, die immer dort auftauchen soll, wo Hilfe am nötigsten ist – gelingt es Lena, sich trotz aller Widrigkeiten zu behaupten.


Wir präsentieren das komplexe Werk auszugsweise und danken dem RESIDENZ Verlag für die kostenfreie Erteilung der Vortragsrechte. Der RESIDENZ-Verlag unterstützt im März 2022 mit allen Einnahmen aus Buchverkäufen über seine Website www.residenzverlag.com die Volkshilfe Österreich und ihrer Partnerorganisation „Narodna Dopomoha“, somit Menschen in der Ukraine auf der Flucht.

 

Zum Besuch der Veranstaltung gilt in Wien die Einhaltung der 2G-Regel.

 

Sämtliche Spenden gehen über den OTTO TAUSIG-FONDS- ENTWICKLUNGSHILFEKLUB an flüchtende Menschen aus der Ukraine, für welche ein eigenes Projekt eingerichtet wurde:

https://entwicklungshilfeklub.at/spenden/projekt-spende/?share=50&micros=100&micro=100&title=Nothilfe%20für%20Geflüchtete&subtitle=Erstversorgungsmaßnahmen%20für%20ukrainische%20Geflüchtete&land=Ukraine&topic=Flucht%20Katastrophe%20&number=367 

 


TANJA MALJARTSCHUK - WERKE:

2004 erschien ihr erstes Buch „Endspiel Adolfo oder eine Rose für Lisa“ beim Verlag Lileja-NW in Iwano-Frankiwsk.
2006 folgte „Von oben nach unten. Das Buch der Ängste“.
Der 2009 vom Residenz Verlag herausgebrachte Erzählband „Neunprozentiger Haushaltsessig“ war Maljartschuks erstes Buch in deutscher Sprache.
2013 folgte ihr Roman Biografie eines zufälligen Wunders.
Der Roman „Vergessenheit“, 2016, wurde vom ukrainischen Programm der BBC als „Buch des Jahres“ ausgezeichnet.
- In diesem Roman „Blauwal der Erinnerung“ (KiWi, 2019; „Vergessenheit“ ist die direkte Übersetzung des Originaltitels) setzt sie sich fiktionalisiert mit der Existenz zwischen den Stühlen in der Emigration auseinander und mit dem ukrainischen Volkshelden Wjatscheslaw Lypynskyj, der in den 1920er Jahren ebenso in Wien in der Emigration gelandet war.

Die Autorin schreibt regelmäßig Kolumnen für die Deutsche Welle (Ukraine) und für „Zeit Online“. Internationale Anerkennung fand auch ihr Text „Russland, mein Russland, wie liebe ich dich“.

 

Auf Deutsch erschienene Werke:

* Neunprozentiger Haushaltsessig - Geschichten. übersetzt von Claudia Dathe. RESIDENZ VERLAG, St. Pölten/Salzburg 2009, ISBN 978-3-7017-1512-1.
* Biografie eines zufälligen Wunders - Roman, übersetzt von Anna Kauk. RESIDENZ VERLAG, St. Pölten/Salzburg/Wien 2013, ISBN 978-3-7017-1612-8.
* Von Hasen und anderen Europäern. Geschichten aus Kiew, übersetzt von Claudia Dathe. Edition FotoTAPETA, Berlin 2014, ISBN 978-3-940524-30-0.
* Überflutet, übersetzt von Harald Fleischmann). Edition Thanhäuser, Ottensheim/Donau 2016.
* Blauwal der Erinnerung - Roman, Originaltitel „Vergessenheit“, übersetzt von Maria Weissenböck. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2019, ISBN 978-3-462-05220-6.

 

Auszeichnungen:

2013: Kristal Vilenica des Internationalen Literaturfestivals Vilenica (Slowenien) für die Erzählung Die Frau und ihr Fisch
2013: Literaturpreis Józef Konrad Korzeniowski des Polnischen Instituts Kiew
2016: Preis Buch des Jahres von BBC Ukraine für „Vergessenheit“
2018: Ingeborg-Bachmann-Preis für die auf Deutsch verfasste Parabel „Frösche im Meer“
2022: Usedomer Literaturpreis für „Blauwal der Erinnerung“ stellvertretend für ihr gesamtes Werk

 

 

 

 



Ukrainische Literatur zwischen Krieg und Frieden.

Am globalen Aktionstag für den Frieden in der Ukraine, dem 15. März, will und darf die Stimme der Gewerkschaft nicht fehlen. Unser Beitrag kann nur eine kleine Geste sein, doch meinen wir, dass die Bedeutung der Literatur zum Verständnis der Welt nicht zu unterschätzen ist. Daher werden wir am Aktionstag eine Lesung ukrainischer Autoren*innen veranstalten.

Hören Sie bei uns rein, gehen Sie in die Buchhandlung um die Ecke, kaufen oder bestellen Sie die Bücher, lernen Sie auf diese Weise die Ukraine kennen. Wie hieß es schon einmal: „Die Ukraine ist ein reiches Land mit großen Vorräten an Rohstoffen und Lebensmitteln“, so das „Fremdenblatt“ vom 20. Februar 1918. Wir wollen das erweitern, indem wir meinen, die Ukraine ist ein Land, reich an Literatur.


Ort: streaming
https://www.younion.at/themen/lesen--menschen--frieden 

Dienstag, 15. März 2022
14:00 – 17:15h

Teilnehmer: Daniel Landau, Kulturkritiker; Christoph Haacker, Arco Verlag; Erich Klein, Autor; Erwin Leder, Schauspieler; Bodo Hell, Autor
Moderation: Elsbeth Wallnöfer

 

14:00 Anmoderation und Grußadressen

14:15 Christoph Haacker erzählt und liest zur Ukraine aus Büchern seines Verlages

15:00 Erich Klein erzählt über Literaturen zur Ukraine

15:30 Bodo Hell liest Oksana Schabuko: Museen der vergessenen Geheimnisse (Droschlverlag) und erzählt über seinen Besuch in Transkarpatien

16:00 Erwin Leder liest Tanja Maljartschuk: Biografie eines zufälligen Wunders (Residenz Verlag)

16:30/40 Daniel Landau liest Andrej Kurkow: Die Welt des Herrn Bickford. (Haymon Verlag)

Ende: 17:15h


Grußadressen von Christian Meidlinger, Thomas Kattnig, Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, der IG Autoren sowie der IG Übersetzer.

 

Eine Veranstaltung von younion _ Die Daseinsgewerkschaft. In Kooperation mit dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, der IG Autoren, der IG Übersetzer

Auch du kannst die Menschen in der Ukraine unterstützen - wir haben dafür ein eigenes Spendenkonto eingerichtet:
„ÖGB – Hilfe für die Ukraine“
Kontonummer.: AT77 1400 0009 1008 6340

Die Spenden werden direkt für Hilfsgüter verwendet. Nähere Infos findest du hier:
https://www.oegb.at/themen/gewerkschaften-weltweit/internationales/gewerkschaften-in-der-ukraine--wir-brauchen-mit-jedem-tag-mehr-u 

 

PS -
mein Beitrag:

Tanja Maljartschuk,
Тетяна Володимирівна Малярчук
*1983 in Iwano-Frankiwsk, ist eine ukrainische Schriftstellerin und Journalistin, die in Wien lebt. Sie ist Bachmann-Preisträgerin 2018.

Mit „Biografie eines zufälligen Wunders“ gelang Tanja Maljartschuk ein Werk von seltener - fast grausamer Komik, mutig und aberwitzig: ein Buch, das man nicht vergisst!
Die Welt, in der Lena heranwächst, ist geprägt von Willkür und Gewalt, doch das Mädchen setzt sich zur Wehr – mit Witz, Eigensinn und einer gehörigen Portion Mut. Und sie versucht zu helfen: der Erzieherin im Kindergarten, den herrenlosen Hunden, die an chinesische Restaurants verkauft werden sollen, der Diskuswerferin Wassylyna und ihrer Freundin Hund, der beide Beine abgefroren sind. Auf ihrer Suche nach dem „zufälligen Wunder“ – einer fliegenden Frau, die immer dort auftauchen soll, wo Hilfe am nötigsten ist – gelingt es Lena, sich trotz aller Widrigkeiten zu behaupten...

 

zum nachschauen/nachhören:

https://youtu.be/zeQn6gtZWrE